Fassadensanierung Klosterflügel
Die Hauptbauten des ehemaligen Klosters in Muri, die sogenannte Lehmannbauten, sollen auf das Jubiläumsjahr 2027 – 1000 Jahre Gründung Kloster Muri – in seinem Äussern renoviert werden.
Ziel des Projektes ist die Renovierung der Fassaden des imposanten, 220 Meter langen Baus des Ostflügels, nachdem grossflächige Massnahmen mit dem Ersatz des Deckputzes und der nach restauratorischem Befund ausgeführten Farbfassung letztmals Mitte der 1980er-Jahre durchgeführt wurden. Dies im Zuge des Wiedererrichtens des historischen Mansart-Daches, welches dem grossen Klosterbrand von 1889 zum Opfer fiel und fast 100 Jahre lang nur mit einem flachen Walm als Notdach eingedeckt war.
Aufgrund der Gebäudegrösse und der fortwährenden Nutzung durch die Pflegeinstitution «pflegimuri» können die Arbeiten nicht gleichzeitig am gesamten Bau erfolgen, sondern müssen etappiert ausgeführt werden. Dank dieses Vorgehens kann die Beeinträchtigung der Wohnqualität auf ein absolutes Minimum reduziert und so grösstmöglich Rücksicht auf die Bewohnerinnen und Bewohner genommen werden.
Innerhalb jeder der fünf aufeinanderfolgenden Etappen umfassen die Arbeiten vorerst Ausbesserungen schadhafter Stellen an den 344 Fenstergewänden sowie am Dach und an den Dachuntersichten. In einem zweiten Schritt folgen Ausbesserungsarbeiten an den Putzflächen sowie das Abwaschen des Altanstrichs, bevor die reich gegliederten Fassadenflächen und die Dachuntersichten neu farbig gefasst werden. Als letzter Arbeitsschritt wird der Ersatz der aus den 1980er-Jahren stammenden Fenster und damit zusammenhängende Ausbesserungsarbeiten im Innern und im Bereich der Gewände vorgenommen. Der Fensterersatz anstelle einer Ertüchtigung erfolgt aufgrund der vielfältigen Anforderungen des Pflegeheimbetriebs an die Sicherheit und das Energieverhalten der Fenster.
Die Wichtigkeit des 4-geschossigen Osttrakt des Lehmannbaus mit 49 Fensterachsen, wovon der Mittelrisalit 9 Achsen einnimmt, lässt sich anhand der Denkmalwerte klar belegen, da sämtliche nötige Kriterien erfüllt werden.
2025 Ausführunsstart
2026 Fertigstellung
Bauleitung: Hüsser + Partner Architekten AG